News

Sanierung Eisbahn Hirzenfeld - Rückweisung

glp, BDP und EVP Zol­lik­ofen wer­den an der Sit­zung des Gros­sen Gemein­de­rats vom 24. Juni 2020 die Rück­wei­sung des Inves­ti­ti­ons­kos­ten­bei­trags Sanie­rung Eis­bahn Hir­zen­feld bean­tra­gen.

Rück­wei­sungs­an­trag glp, BDP und EVP
betref­fend
Trak­tan­dum Nr. 6, Sport­zen­trum Hir­zen­feld, Inves­ti­ti­ons­kos­ten­bei­trag für Sanie­rung
Eis­bahn mit Über­da­chung; Ver­pflich­tungs­kre­dit

Grün­li­be­rale, BDP und EVP ste­hen hin­ter dem Betrieb des Sport­zen­trums Hir­zen­feld
und tei­len die Mei­nung, dass das Hirzi für die Bevöl­ke­rung, für die Schu­len und die
Ver­eine ein belieb­tes Frei­zeit­an­ge­bot ist.


Für das Inves­ti­ti­ons­vor­ha­ben sind jedoch gewich­tige Fra­gen, ins­be­son­dere zur finan­zi­el­len
und öko­lo­gi­schen Nach­hal­tig­keit offen, die vor einer Ent­schei­dungs­fin­dung bekannt und
geklärt sein müs­sen. BDP, EVP und Grün­li­be­rale ver­lan­gen daher aus fol­gen­den Grün­den
das Geschäft zurück­zu­wei­sen und ent­spre­chend zu über­ar­bei­ten.


1. Unvoll­stän­dige Kos­ten­fol­gen: Es fehlt ein Busi­ness­plan, der die Inves­ti­tion aus
wirt­schaft­li­cher Sicht beur­tei­len lässt. Es ist unhalt­bar, dass – wie auf S. 13 des
Antrags aus­ge­führt – die Betriebs­kos­ten erst kal­ku­liert wer­den sol­len, nach­dem die
Über­da­chungs­va­ri­an­ten und Mate­ria­li­sie­rungs­kon­zepte kon­kre­ti­siert sind. Auch die
aus dem Sport­fonds zu erwar­ten­den Sub­ven­ti­ons­bei­träge könn­ten zumin­dest grob
abge­schätzt wer­den. Wir erwar­ten für unsere Gemein­de­rech­nung Sicher­heit, dass
nicht auf­grund einer Fehl­in­ves­ti­tion der jähr­li­che Betriebs­kos­ten­bei­trag der Gemeinde
Zol­lik­ofen steigt oder der Trä­ger­ver­ein Hirzi Defi­zite erwirt­schaf­tet, die den
lang­fris­ti­gen und siche­ren Betrieb gefähr­den.


2. Ist-Situation Betriebs­kos­ten und Ein­nah­men: Es feh­len detail­lierte Anga­ben –
auf­ge­teilt nach Sai­son­be­trieb – zu Betriebs­kos­ten und Ein­nah­men sowie Kenn­zah­len
zu Ein­trit­ten, Ener­gie­ver­brauch etc. der ver­gan­ge­nen Jahre.


3. Detail­lier­tere Anga­ben zum Aus­bau des Leis­tungs­an­ge­bo­tes: Im Antrag ist
erwähnt, dass je nach tech­ni­scher Anlage der Som­mer­be­trieb des Schwimm­ba­des
ver­län­gert und ein Herbst­an­ge­bot ange­bo­ten wer­den könnte. Zudem könnte dank der
Über­da­chung im Som­mer ein zusätz­li­ches Ange­bot zur Bewe­gungs­för­de­rung oder
eine sinn­volle Frei­zeit­be­schäf­ti­gung draus­sen im Schat­ten ermög­licht wer­den. Auch
hier müs­sen die unver­bind­li­chen Ideen kon­kre­ti­siert und Schät­zun­gen zu Kos­ten und
Ein­nah­men gezeigt wer­den. Es besteht das Risiko, dass durch sol­che Ideen die
finan­zi­el­len Las­ten zusätz­lich erhöht wer­den und mit einem ja zum
Ver­pflich­tungs­kre­dit zugleich ein ja für die wei­tere Prü­fung der Aus­wei­tung des
Leis­tungs­an­ge­bots signa­li­siert wird.


4. Ener­gie­bi­lanz: Der Betrieb einer Eis­bahn hat neben finan­zi­el­len Fol­gen auch
Aus­wir­kun­gen auf die Ener­gie­bi­lanz. Zol­lik­ofen bekennt sich zum Ener­gie­stadt­la­bel
und will sogar das Gold Label errei­chen. Dem­ent­spre­chend müs­sen bei sol­chen
Inves­ti­tio­nen nicht nur die finan­zi­el­len Fol­gen, son­dern auch die Ener­gie­kenn­zah­len
sowie die Aus­wir­kun­gen auf die Ener­gie­bi­lanz bekannt sein. Ins­be­son­dere ist zu
klä­ren, wie die unter­schied­li­chen Optio­nen betref­fend Kühl­mit­tel­wahl und
Wär­me­spei­cher aus öko­lo­gi­scher und ener­ge­ti­scher Sicht zu beur­tei­len sind.