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EVP weiterhin gegen Schwächung des Zivildienstes

Der Natio­nal­rat will mit zum Teil gra­vie­ren­den Mass­nah­men den Zugang zum Zivil­dienst erschwe­ren. Er hat heute die letzte Dif­fe­renz zum Stän­de­rat berei­nigt und einer 12-monatigen War­te­frist für den Wech­sel von der Armee in den Zivil­dienst zuge­stimmt. Wenn diese Revi­sion in der Schluss­ab­stim­mung nicht noch gestoppt wird, ist für die EVP klar: Zusam­men mit vie­len ande­ren Par­teien und Orga­ni­sa­tio­nen wird sie das Refe­ren­dum gegen die Revi­sion des Zivil­dienst­ge­set­zes ergrei­fen.

Das nun von bei­den Räten fak­tisch geneh­migte Mass­nah­men­pa­ket des Bun­des­ra­tes will den Wech­sel in den Zivil­dienst so unat­trak­tiv machen, dass die Zivil­dienst­ge­su­che nach bestan­de­ner Rekru­ten­schule deut­lich zurück­ge­hen. «Es ist ein­fach nicht nach­voll­zieh­bar, dass man einen gesell­schaft­lich aner­kann­ten und inzwi­schen unver­zicht­ba­ren Dienst jun­ger Men­schen in vie­len Berei­chen der Gesell­schaft erheb­lich schwä­chen will, nur um damit ver­meint­lich die Attrak­ti­vi­tät des Mili­tär­diens­tes zu erhö­hen. Für die EVP ist die­ser Angriff auf den bewähr­ten Zivil­dienst schlicht unver­ständ­lich», kri­ti­siert EVP-Nationalrätin Lilian Stu­der. Man müsse viel­mehr den Armee­dienst, ins­be­son­dere die Wie­der­ho­lungs­kurse, so aus­ge­stal­ten, dass die Dienst­pflich­ti­gen ihre Zeit in der Armee als sinn­vol­len Dienst erle­ben kön­nen. «Die Pro­bleme wer­den nicht gelöst, indem man den Zivil­dienst schwächt, son­dern indem man die Armee stärkt», ist Lilian Stu­der über­zeugt.

Mass­nah­men sind nicht kon­struk­tiv und schi­ka­nös

Neu sol­len z.B. min­des­tens 150 Zivil­dienst­tage geleis­tet wer­den müs­sen - selbst dann, wenn eigent­lich nur noch wenige Tage zu leis­ten wären. Auch sol­len Dienst­wil­lige künf­tig ein Jahr war­ten müs­sen, bis sie ihren Zivil­dienst leis­ten dür­fen. Der Fak­tor, mit dem die noch zu leis­ten­den Tage für Unter­of­fi­ziere und Offi­ziere berech­net wer­den, soll mas­siv erhöht wer­den. Das Ver­bot von Zivil­dien­stein­sät­zen mit Medi­zin­stu­dium ist eben­falls reine Schi­kane und hilft weder Ärz­ten und Spi­tä­lern noch der Armee.

Für Aus­künfte:

Mari­anne Streiff, Par­tei­prä­si­den­tin und Natio­nal­rä­tin: 079 664 74 57
Lilian Stu­der, Natio­nal­rä­tin:  076 575 24 77
Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion: 079 193 12 70